Senioren Elektromobil

Ob Gehbehinderung, akute Schmerzen oder langfristige Rehabilitation nach einer OP. Ein Elektromobil für Senioren oder Gehbehinderte kann als Übergangsmittel oder langfristige Lösung für das Mobilbleiben der betroffenen Person dienen. Wir haben für Sie die gängigsten Elektromobile beziehungsweise Seniorenmobile verglichen.

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NameDietz AginRolectro eco-Mobil 15E-TrikeNova BendiRolektro E-Trike 25
Höchstgeschwindigkeit6 km/h15 km/h20 km/h20 km/h25 km/h
Motorleistung327 W800 W1000 W800 W600 W
Reichweite35 km45 km50 km50 km50 km
Akku2x 12V / 45Ah2x 12V / 45Ah60V / 20Ah-4x 12V / 20Ah
Versicherungspflichtig
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Mobilität im Alter kann ein umständliches Problem sein. Wenn der Mensch durch seinen eigenen Körper bei Aktivitäten eingeschränkt wird, die er sein gesamten Leben problemlos absolviert hat, macht sich schnell Unzufriedenheit breit. Fehlende Mobilität macht von anderen Menschen abhängig und kann zu ernsthaften körperlichen und geistige Einschränkungen führen. Aus diesem Grund sollten Senioren oder anderweitig eingeschränkte Menschen mit einem Elektromobil „auf Zack“ gehalten werden.

Darauf sollten Sie bei einem Kauf achten:

Unterscheidung Lenkeinrichtung

Zu bedenken ist, dass man die Scooter für Senioren in zwei unterschiedliche Kategorien unterteilen kann. Es gibt auf der einen Seite die Fahrzeuge, bei denen die Lenkung durch eine bewegliche Vorderachse realisiert wird. Dabei bewegt der Fahrer die Lenkstange aktiv, wie bei einem Dreirad. Bei der anderen Variante wird Steuerung der Richtung „passiv“ durch zwei unabhängig voneinander arbeitende Elektromotoren gesichert. Die vorderen Räder sind hierbei weniger wichtig, sie sind einfach nur in einer Weise beweglich, sodass sie sich automatisch in die richtige Richtung bewegen. Die Lenkbewegung wird dabei durch die unterschiedlich schnell drehenden Hinterräder verursacht. Vorteil dieser Variante ist, dass der Wenderadius deutlich kleiner als bei der ersten Variante ist.

Akkukapazität eines Elektromobils

Die Modelle unterscheiden sich untereinander hauptsächlich durch Motorleistung, Geschwindigkeit und

Rolektro eco-Mobil 15

Reichweite. Je nach Einsatzbereich sollten Sie darauf achten, dass die Akkus genügend Speicherkapazität aufweisen können, sodass der Fahrer über den Tag kommt. Vielleicht kommt es Ihnen nicht so vor, doch schon bei einem kleinen Ausflug in den Park während des Tages kommen ein paar Kilometer zusammen. Und auch wenn Besorgungen wie Friseur- oder Arzttermin und Einkauf im Dorf oder in der Stadt erledigt werden müssen, kann schnell eine Strecke von mehreren Kilometern bewältigt werden.
Die Herstellerangaben bewegen sich meist über den realen Werten, da im Werk immer unter Idealbedingungen getestet wird. Wir empfehlen eine Reichweite von mindestens 30 Kilometern.

Motorleistung

Weiterhin sollten Sie bei einem Kauf auf Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit achten. Die Motorleistung ist vor allem bei schweren beziehungsweise übergewichtigen Personen und bei bergigem Terrain wichtig. Für beides sollten Sie eine Motorleistung von mindestens 800-1000W einplanen. Die Leistung ist wichtig, damit auch an Steigungen eine konstante Geschwindigkeit erhalten werden kann. Dies beugt gefährlichen Verkehrssituationen vor, da andere Verkehrsteilnehmer sich nicht genötigt fühlen, das immer langsamer werdende Elektromobil in gefährlichen Manövern zu überholen.

Wie schnell sollte das Elektromobil fahren?

Eine weitere Unterscheidung zwischen den Modellen stellt die Höchstgeschwindigkeit dar. Zwischen 6  und 25 km/h gibt es alle möglichen Abstufungen. Dabei müssen Sie wieder auf den Einsatzbereich achten. ein Elektromobil mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h wird sich weniger gut auf der Straße, als in der Fußgängerzone machen. Ein sicherer Einsatz im Straßenverkehr ist damit einfach nicht gegeben, da das Elektrofahrzeug vermutlich anders eingeschätzt wird und sich dadurch vermutlich gefährliche Situationen ergeben können.
Des weiteren ist zu beachten dass Fahrzeuge mit 6 km/h nicht versicherungspflichtig sind. Diese Pflicht tritt erst für Fahrzeuge mit höheren Geschwindigkeiten ein. Das heißt auch, dass für Fahrzeuge, die beispielsweise 15 km/h fahren können, ein grünes Versicherungskennzeichen notwendig ist. Damit ist es dem Fahrer dann auch gestattet, auf der Straße zu fahren.

Eignung des Fahrers

Auch die Eignung des Fahrers sollte bei einem Kauf berücksichtigt werden. Im Alter verschlechtern sich sowohl Sinne, als auch Reaktionszeit. Besonders die Augen sind ein wichtiges Organ, das entweder noch zu mindestens 70% vermögend sein sollte. Eine andere Möglichkeit sind Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen, die jedoch vor allem im Alter an neue, verschlechterte Sehstärken angepasst werden sollten.
Ebenso wichtig bei einer Anschaffung ist die Überlegung, dass der Fahrer durch das Elektromobil Strecken zurücklegen kann, die ohne nicht möglich wären. So kann ein dementer Senior möglicherweise eine längere Reise zurücklegen und somit unauffindbar und hilflos an einem anderen Ort „stranden“.

Notwendige Ausstattung

Zur Standartausrüstung von Elektromobilen gehört unter anderem auch die, für den Gebrauch im Straßenverkehr notwendigen, Sicherheitseinrichtungen. Blinker, Licht, Bremslicht, Rückwärtsleuchte (eventuell auch Signalton), Hupe und Spiegel müssen sich am Elektromobil befinden. Meist gibt der Hersteller jedoch die Erfüllung der entsprechenden DIN – Norm an, was eine Überprüfung einfacher macht.
Beachtet werden sollte beim Kauf ebenso die Bequemlichkeit des Sitzes und der Griffe. Besonders bei voluminöseren Menschen können Armlehnen am Sitz schnell zu begrenzenden Faktoren werden, die ein Sitzen unmöglich machen. Auch Ein- und Ausstieg sind einem Bedenken wert. Kann der Patient oder Angehörige womöglich durch eine Einschränkung das linke Bein nicht heben? Dann ist ein Einstieg ausschließlich von links wohl eher unpassend.

Zusätzliche/Optionale Ausstattung

Je nach Einsatzbereich und Betroffenheit des Fahrers sollte bei einem Kauf weiterhin auf zusätzliche Ausstattungsmerkmale geachtet werden. Ist ein Einkaufskorb vorne oder hinten von Bedeutung, weil der Betroffene häufiger seinen Einkauf oder ähnliches transportieren muss. Auch mit einer Befestigungsvorrichtung für Gehhilfen sind manche Elektromobile ausgestattet. Dies kann bei bestehender Lauffähigkeit gut genutzt werden, um die Mobilität weiter auszubauen. Ebenso findet man bei manchen Modellen die Möglichkeit, den Sitz zu verstellen, sodass er höher oder niedriger eingestellt werden kann. Womöglich finden Sie auch einen Kippmechanismus, der bei Patienten mit Problemen beim Aussteigen von äußerster Wichtigkeit sein kann.

Selbstständigkeit des Fahrers des Elektromobils

Genauso wichtig ist, dass der Fahrer mit dem Elektromobil allein zurechtkommt. Sowohl das Laden, als auch das Einparken in seiner Unterbringung sollte der Betroffene eigenständig vollziehen können. Vor allem, um die neu erlangte Mobilität wieder mit Abhängigkeit auszutauschen ist es wichtig, dass der Fahrer, ob Senior oder vorübergehend Eingeschränkter, in der Lage ist, das Fahrzeug ohne fremde Hilfe zu bedienen.
Achten Sie bei einem Kauf also vor allem darauf, dass der Ladevorgang intuitiv zu starten und der generelle Umgang mit dem Elektromobil nicht zu kompliziert ist.

Einweisung des Fahrers in das Seniorenmobil

Trotz der einfachen, meist seniorenangepassten Bedienung sollten Sie den Fahrer in das Fahrzeug einweisen. Es ist zu beachten, dass ein Elektromobil mit der entsprechenden Geschwindigkeit ein vollwertiges Fahrzeug im Straßenverkehr darstellt. Dementsprechend muss der Fahrer über die Verkehrsregeln zumindest grundlegend Bescheid wissen. Des Weiteren kann ein solches Seniorenmobil bei unvorsichtigem Fahren auch umkippen, was weitere gravierende Folgen haben kann. Das seitliche Fahren an einer Steigung beispielsweise kann den Fahrer in eine missliche Lage bringen, wenn er plötzlich unter dem Fahrzeug liegt. Dies sollte in jedem Fall vermieden werden, um weitergehenden Verletzungen vorzubeugen.
Auch die richtige Anwendung während der Fahrt in Bussen und Bahnen ist sehr wichtig. Es sollte immer mit dem Fahrer des ÖPNV kommuniziert werden und das Elektromobil während der Fahrt mit dem Rücken zur Fahrtrichtung platziert werden. Auch ein Anschnallen kann in manchen Fahrzeugen zur Sicherheit beitragen.

Fazit

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass, egal für welches Elektromobil Sie sich letztendlich entscheiden, für die eingeschränkte Person wird allein die Anschaffung eine Erleichterung sein. Die Wiederaufnahme der Mobilität kann eine drastische Steigerung der Lebensqualität sein. Möglicherweise ist sogar ein Leben wie vor der Mobilitätseinschränkung möglich, was ein Elektromobil zu einem richtigen Retter macht. Alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Termine oder die Fahrt mit dem öffentlichen Personennahverkehr stellen keine unüberwindbare Herausforderungen mehr dar.